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So bin ich zu meinen 3 Hunden gekommen

Ich möchte euch heute erzählen, wie wir zu unseren 3 Hunden gekommen sind. Ich weiß, diese Geschichte hat nichts mit Welpenfutter oder Hundefutter zu tun. Aber vielleicht können Sie trotzdem etwas Positives daraus mitnehmen. Denn ich bin der Meinung, jeder Hund hat ein Recht darauf, ein anständiges Leben führen zu dürfen und darauf geliebt zu werden.

Unser erster eigener Hund war Merlin. Er gehörte eigentlich einer Freundin von mir, die Pappilons züchtet. Sie brauchte einen Deckrüden, weil sie nicht Hündinnen und Rüden zusammen halten wollte, da es bei Läufigkeiten wo nicht gedeckt wird nur zu Stress kommt.

Mein Merlin wurde aus Berlin geholt. Ein wunderschöner Welpe, aufgeweckt und frech. Mein ganzer Sonnenschein. Wir waren furchtbar aufgeregt und hatten auch etwas Angst, ob wir unserem Baby auch wirklich gerecht werden.

Schon am ersten Tag war mir aufgefallen, das Merlin … Durchfall hat. Wir haben sofort unsere Tierärztin angerufen und einen Termin gemacht. Dann der große Schock. Unser  Welpe war voller Würmer, hatte eine Mandelentzündung, und war von seiner Züchterin krank geimpft worden.

Nun begann ein Tierarztmarathon wie er im Buche steht. Blutiger Durchfall, blutiger Urin, Fieber und keine Lust zu fressen. Er hatte kein Immunsystem und eine schwere Darmentzündung. Es folgten viele schlaflose Nächte in denen ich oft Angst hatte er könnte sterben.

Doch durch die kompetente Behandlung meiner Tierärztin wurde er langsam wieder gesund. Das ganze dauerte fast ein Jahr. Wir mussten jeden Tag für ihn kochen, er wurde viel mit Homöopathie behandelt (wenn wir ihn nur mit Antibiotika vollgepumpt hätten, wäre er heute gegen jedes Mittel immun) doch es hat sich ausgezahlt.

Heute kann mein Hund alles fressen und ist sehr selten krank. Wir besuchten eine Hundeschule, wo er seine BHE (Begleithunde-Erstprüfung) mit Vorzüglich bestand. Er war auch auf vielen Ausstellungen wo er ebenfalls meist gewonnen hat.

Auf unserer letzten Ausstellung lernten wir einen Züchter kennen, der seine Pappilonzucht auflöste. Meine Freundin Christine wollte sich eine Hündin anschauen, so fuhren wir zu ihm. Dort lernte ich unseren zweiten Hund Chicco kennen. Ein Häufchen Elend. Stinkend, ängstlich, ungepflegt und verwahrlost.

Der Kleine  hat mir so leid getan, dass ich damals sofort meinen Freund angerufen und ihn angefleht habe, den Kleinen mitnehmen zu dürfen. Er hat verneint. Meine Freundin hat die Hündin mitgenommen und Julie, wie er damals hieß, blieb alleine zurück.

Ich war die ganze Heimfahrt traurig und musste immer an diesen armen Welpen denken. Als ich meinem Freund zuhause die ganze Sachlage nochmals erklärte, und ihm Fotos zeigte, wurde auch ihm klar, dass der Kleine dort nicht bleiben konnte.

Am nächsten Tag wurde der Züchter angerufen und den Tag darauf zog Chicco bei uns ein. Auch mit ihm fuhren wir sofort zum Tierarzt. Ingrid (unsere Tierärztin) sah sich Chicco aufmerksam an, und sagte uns, das wir an einer Operation wegen seiner schlechten Zähne nicht vorbeikommen würden.

Wir machten einen Termin und fuhren nach Hause. Merlin und Chicco hatten zum Glück von Anfang an kein Problem miteinander. Chicco lebte sich schnell ein und auch er wurde durch gute Fütterung ein recht ansehnlicher Rüde. Er war sehr verschmust, doch auch sehr ängstlich.

Uns wurde schnell klar, das er nicht immer mit Samthandschuhen angefasst worden war. Doch Zeit heilt alle Wunden, und heute ist er ein aufgeweckter frecher Kerl. Seine Operation hat er gut überstanden.

Drei Jahre später bekam ich einen Anruf, dass sich ein kleiner Spitz in einer Notsituation befindet. Der Spitzmischling solle an eine Massenzüchterin gehen, da man keinen geeigneten Platz für ihn finde. Ich rief meine Tierärztin an, die in unserem Tierschutzverein auch Obfrau ist, und schilderte ihr die Situation. Sie sagte ich soll ihn hohlen, wir würden sicher einen guten Platz für ihn finden.

Gesagt getan. Wir haben bei der Besitzerin angerufen und fuhren einen Tag später los. Was ich dann erfuhr hat mir fast den Boden unter den Füßen weggezogen. Sie sei schon der fünfte Platz von der Kleinen.

Der Hund wurde vom Kofferraum eines Autos gekauft, und dies schon mit ca. 4-5 Wochen. Die Erstbesitzer wurden ihr schnell überdrüssig und wollten sie aus dem fahrenden Auto entsorgen. Ein aufmerksamer Autofahrer sah dies und hupte und blinkte was das Zeug hielt.

So kam der Hund dann zu der Großmutter der Erstbesitzer. Diese gab den Hund einer Freundin, die dann der nächsten usw. Die kleine Hündin war sehr verschreckt und auch angriffslustig, wenn man sie anfasste. Trotzdem nahmen wir sie mit.

Sie durfte am Anfang bei uns wohnen, und fand schnell Anschluss bei meinen zwei Rüden. Nur mit uns hatte sie so ihre Probleme. Wenn wir zu schnelle Bewegungen machten, warf sie sich auf den Rücken und urinierte und kotete sich voll.

Auch schrie sie bei der kleinsten Kleinigkeit hysterisch auf. Uns war schnell klar das hier eine Vermittlung eher sinnlos sei. Wer möchte schon einen Hund der beißt? Shila , wie wir sie jetzt nannten, brachte uns oft an die Grenze des Erträglichen, und doch war uns bewusst, das sich hinter ihrer Fassade ein guter Hund versteckt.

Nach zwei Wochen beschlossen wir, das sie bei uns bleibt, und wir mit Training und Geduld versuchen zu retten was noch möglich ist. Wir haben diese Entscheidung nie bereut. Heute ist unser Kampfzwerg ein zwar noch immer ängstlicher doch gutmütiger Hund geworden.

Wir erfreuen uns jeden Tag über ihre Streiche ( Spitze sind sehr intelligent und erfinderisch) und sind immer wieder erstaunt wie sehr sie sich geändert hat. Frühmorgens werden wir mit leidenschaftlichen Küssen geweckt und dann wird gekuschelt was das Zeug hält.

Shila hat uns gezeigt, das es immer einen Ausweg gibt und man nie aufgeben soll. Und auch, wie herzlos manche Menschen mit ihren Hunden umgehen. Was ich täglich bei meiner freiwilligen Tätigkeit beim Tierschutzverein sehe, ist oft herzzerreißend! Ich frage mich, wie können Menschen so grausam zu ihren Hunden sein?

So nun muss ich aber mit meinen drei Kleinen raus. Bis bald.

L.G Carola, Merlin, Chicco und Shila


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Eine Antwort auf So bin ich zu meinen 3 Hunden gekommen

  • tiernarrhalle sagt:

    Ja so etwas gehört auch mit zur Tieliebe, wenn man Tieren hilft.
    Und aus meiner langen Erfahrung heraus kann ich dem Ende des Textes nur voll zustimmen.
    Es ist nie zu spät einem Tier etwas beizubringen und auch wenn es noch so anstrengend für den Halter ist, ist es nie eine Zeitverschwendung mit seinem Tier zu arbeiten. Denn jeder noch so kleine Teilerfolg ist ein richtiger Schritt zum Ziel.

    Wenn Tiere ängstlich reagieren was kann da helfen?
    ….leises Sprechen mit dem Tier, denn Tiere reagieren aufmerksamer und neugieriger als bei lauter Ansprache.
    ….wenn man bestimmte Rituale einführt, das kann das Morgenküsschen sein (kein Freund davon Hygiene) oder bestimmte zusätzliche Schmuse und Streicheleinheiten.
    ….Handfütterung, manche Tiere bekommen es auch schon mit der Angst zu tun wenn etwas „fliegt“
    es bedarf aber manchmal einiger Zeit um die Tiere darauf vorzubereiten, also nicht gleich aufgeben…!

    viel SPASS noch und weiter so
    gruß tiernarrhalle

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